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51° 31′N 7° 27′E Die städtische Landschaft nördlich der Bahnlinie, östlich des Hafens, westlich des Borsigplatzes und südlich des Fredenbaumes bildet den überdimensionalen Ausstellungsraum. Begehbar und mit dem Rad zu erfahren. Mit 55000 Einwohnern gilt die Dortmunder Nordstadt als das größte zusammenhängende Altbaugebiet des Ruhrgebiets. Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahre 1847. Im Laufe des Eisenbahnbaus und der beginnenden Industrialisierung siedeln osteuropäische Arbeiter zunächst in Baracken nördlich der Eisenbahnlinie. Die Krim, das Schwarze Meer nördlich des Burgtores entsteht. Der Teich ist durch Abwässer so verunreinigt, das der Volksmund ihn Schwarzes Meer tauft. Vereinigte Westphalia. 1857 stößt man in der Nähe der Bahntrasse in 70m Tiefe auf Steinkohle und beginnt mit dem Abteufen eines ersten Förderschachtes. Ab 1858 wird durch den Stadtbaumeister Ludwig ein rechtwinkliges Straßennetz mit Schmuckplätzen, Steinplatz, Nordmarkt, Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt errichtet. 1871. Leopold Hoesch, seine beiden Söhne und zwei Vettern bauen am Oesterholz Hochöfen und Bessemer-Stahlwerke. Mit dem Ausbau der Westfalenhütte durch Leopold Hoesch strömen weitere Arbeiter in die Stadt; das Hoesch-Wohnviertel rund um den Borsigplatz wird erbaut. 1881. Die erste Dortmunder Straßenbahn hatte ihren Ursprung in der Nordstadt und verband die Innenstadt ab dem Steinplatz mit dem Vergnügungspark Luna am Fredenbaum. 1883. Erster Telefonanschluß in Dortmund bei Kaufmann Isidor Goldschmidt, Bornstr. 28. 1899 wird der Dortmunder Hafen-Europas größter Binnenhafen-durch Kaiser Wilhelm II. eröffnet. 1910. Ende des Dortmunder Eisenbahnelends. Ihre heutige städtebauliche Gestalt nimmt die Nordstadt in den Jahren 1890 - 1913 an. Es entstehen Wohnquartiere, das Amüsierviertel rund um den Steinplatz mit Stehbierhallen, sowie die Parkanlagen Fredenbaumpark und Hoeschpark. 1961 wird im Nordwesten des Stadtbezirkes die sogenannte Unionvorstadt abgerissen, die eine Erweiterung des Dortmunder Hafens verhindert hätte. In der Nordstadt, gegenüber dem ehemaligen Schlachthof, dem heutigen Standort des Arbeitsamtes, befindet sich die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache mit der ständigen Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945“. Das Nachbargebäude ist Sitz der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen in unmittelbarer Nähe des Multiplexkinos Cinestar am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs. 1909 wird am Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt der Ballspielverein Borussia Dortmund gegründet. Der durch die Bahngleise von der restlichen Innenstadt nach Süden abgegrenzte Stadtbezirk beherbergte im Jahre 1914 über 60.000 Menschen, von denen jeder fünfte polnischer Herkunft war. Bis 1939 stieg die Einwohnerzahl auf bis zu 75.000 Menschen an. In der Nordstadt kam es vor der nationalsozialistischen Machtergreifung häufig zu Auseinandersetzungen zwischen der traditionell kommunistischen Arbeiterschaft und den Nationalsozialisten. Bei der Schlacht am Nordmarkt starben am 16. Oktober 1932 2 Menschen, 14 weitere wurden verletzt. Im 2. Weltkrieg werden etwa 90% der Nordstadt durch englische Luftangriffe zerstört. Nach dem Wiederaufbau siedeln sich während des Wirtschaftswunders in der Dortmunder Nordstadt viele südeuropäische Gastarbeiter an. Der Ausländeranteil im Stadtbezirk liegt heute bei etwa 50%. Der multikulturelle Hintergrund sowie der Zuzug eines studentischen Milieus (Kneipen, Programmkinos) prägen heute den Stadtbezirk.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dortmund_Innenstadt-Nord |
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